Orginaltitel: 2012
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2009
Länge: 158 Minuten
Orginalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Regie: Roland Emmerich
Drehbuch: Roland Emmerich, Harald Kloser
Musik: Harald Kloser, Thomas Wander
Inhalt:
Im Jahr 2009 entdecken indische Forscher einen mysteriösen Sonnennebel, der eine ungewöhnlich hohe Anzahl Neutrinos auf die Erde abfeuert und so den Erdkern zum Erhitzen bringt. Sofort werden die
Führer der Industrienationen informiert und ein Zeitplan wird erstellt.
Im Jahre 2012 stellt sich heraus, dass sich der von den Wissenschaftlern erstellte Zeitplan als falsch erwies und die Zerstörung der Erde bereits 2012 stattfinden wird. Das Datum stimmt mit dem
Kalender der Mayas überein, die schon vor Tausenden von Jahren das Ende der Welt im Jahre 2012 vorausgesagt haben.
Kommentar:
Obwohl ich persönlich ein natürlicher Feind von Roland- Emmerich- Filmen bin, habe ich mich doch - im Nachhinein, weiß ich auch nicht mehr, wieso - in diesen Film begeben. Die Erwartungen, die
ich an ihn stellte, konnte er erfüllen: Er war schlecht.
Wie man es von Roland Emmerich und dem gewaltigen Budget (200 Millionen US- $) erwarten kann, besteht der Film größtenteils aus beeindruckenden Bildern, bei denen alles und jeder von gewaltigen
Flutwellen, Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht wird.
Doch schon hier muss ich anmerken, dass vor allem die Erdbeben und teilweise die Vulkanausbrüche unrealistisch aussehen. Ich weiß, wie viel Arbeit dahinter steckt, aber selbst ein Laie wie ich,
ließ sich von einigen Bildern nicht ganz überzeugen. Seltsamerweise blieben alle Hauptcharaktere, sowie deren Fortbewegungsmittel von den Zerstörungen immer auf seltsame Weise unberührt und es
gelingt den Protagonisten natürlich immer erst im LETZTEN Moment ihr Ziel zu erreichen. Wenn es nun zum dritten Mal darum geht, das rettende Flugzeug zu erreichen, bevor sich die Welt in Schutt
und Asche verwandelt, kommt bei mir viel mehr Langweile, als Spannung auf.
Dabei zeichnet sich ausnahmslos jeder der Protagonisten durch glorreiche Selbstlosigkeit und grenzenlose Humanität aus. Ich bin durchaus kein Freund der klar definierten Antagonistenrolle, aber
Emmerichs Methoden wirken auf mich nur einfallslos und langweilig.
Erwartungsgemäß strotzt 2012 natürlich vor amerikanischem Patriotismus und teilweise wirklich nur noch lächerlichen Klischees, wo man hinsieht und ich bin der Meinung, dass es bessere
Möglichkeiten gibt, sich zweieinhalb Stunden um die Ohren zu schlagen.
Sicherlich gibt es Emmerich- Fans, die sich genau das von seinen Filmen wünschen, allen anderen Filmliebhabern jedoch, rate ich stark von diesem Film ab.
Johannes Grohmann

also ICH finde den film sehr gut (=
^^ Auf den ersten Blick, dachte ich der Artikel sei von dir, Sebastian.
Bin ganz deiner Meinung...