Memento

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Orginaltitel: Memento
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2000
Länge: 109 Minuten
Orginalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 16

Regie: Christopher Nolan
Drehbuch: Jonathan Nolan, Christopher Nolan
Produktion: Suzanne Todd, Jennifer Todd
Musik: David Julyan


Inhalt:

„Leonard Shelby" hat bei einem Überfall auf sein Haus, bei dem seine Frau ums Leben gekommen ist, einen Hirnschaden erlitten. Dieser verhindert das Abspeichern neuer Ereignisse aus dem Kurzzeitgedächtnis und er kann sich nur noch an die Dinge erinnern die vor dem Überfall auf sein Haus geschehen sind. Sobald etwas mehr als einige Minuten vergangen ist, ist sein Gehirn nicht mehr in der Lage sich an das Geschehene zu erinnern.
„Lenny" versucht, sich an sämtliche Dinge, die er sich merken muss durch Fotos und Notitzen zu erinnern. (Personen, Besitztum) Zusätzlich hat er Tattoos auf dem Körper die ihn ständig daran erinnern sollen, dass er den Mörder seiner Frau jagt. Er sammelt immer mehr Fakten, die ihn zu einem John G. führen sollen, dem Mörder seiner Frau. Er betrachtet es als seine neue Lebensaufgabe sich an ihm zu rächen und ihn umzubringen.


Kommentar:

Ein Film von meinem persönlichen absolutem Lieblingsregisseur Christopher Nolan. (Später bekannt durch „Batman Begins"; „The Prestige" und „The Dark Knight") Das Drehbuch hat er selbst in Zusammenarbeit mit seinem Bruder geschrieben.
Der Film läuft inhaltlich überwiegend rückwärts geordnet an, d.h. er beginnt mit der letzten Szene, in der „Lenny", „Teddy" erschießt. Die darauf folgende Szene spielt sich inhaltlich genau davor ab. Da dies für den Zuschauer zuerst sehr verwirrend ist, sorgt Nolan für Überschneidungen, sprich die letzten paar Sekunden einer Szene entsprechen immer den ersten Sekunden der vorherigen Szene, um dem Betrachten etwas Zeit zu geben, die inhaltliche Struktur zu begreifen.
Von dieser Struktur ausgenommen sind allerdings die „Schwarz-weiß"- Szenen. Ihre Bedeutung wird erst zum Ende des Films klar und sorgen durch ihre scheinbar willkürliche Einstreuung für einen gewissen Grad der Verwirrung.
Insgesamt betrachtet stiftet diese extravagante Erzähltechnik zu Beginn eine enorme Verwirrung für den Zuschauer und es wird eine hohe Konzentration verlangt. Zum Ausgleich kann dadurch allerdings eine unglaubliche Spannung erzeugt werden, die den Betrachter entsprechend entlohnt. Der Zuschauer wird quasi in Lenny"'s Situation versetzt, da er - wie er - nicht weiß, was vorher geschehen ist, sondern sämtliche Informationen von „Lenny"' s Zetteln erhält.
Ein kleiner Hinweis sei noch erlaubt: Am Ende stellt sich alles als anders heraus, als man denkt....

Ich persönlich fand den Film mehr als nur gut und rate jedem stark zu dem Kauf der DVD!

 

Johannes Grohmann

 

 

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